Artikel Kommentar
Verfasst von Parfuemerieverband am 01. Februar 2012

Manfred Blings, BLINGS & COOPARTNER Unternehmensberater
Die allgemeine wirtschaftliche Situation bleibt für viele Parfümerien weiterhin wechselhaft. Die Wettbewerbsbedingungen verschärfen sich, auch für die Parfümerie-Institute. Es wird deshalb immer wichtiger, dass die Leistung des Parfümerie-Institutes den Erwartungen und Ansprü-chen der Parfümerie-Kunden entspricht und dass es rentabel arbeitet, also für die Parfümerie einen Gewinnbeitrag leistet. Für den Parfümerie-Inhaber ist deshalb die professionelle betriebswirtschaftliche Führung des Parfümerie-Institutes unabdingbar, er sollte sein Institut als Profitcenter führen, wie er es im Übrigen mit seiner Parfümerie ohnehin macht.
Das setzt allerdings voraus, dass in der Parfümerie und im Institut die Controllinginstrumente und die Datenbasis für eine zielorientierte Steuerung und Kontrolle des Instituts-Gewinns und des Verkaufs von Behandlungen und Produkten für die Heimpflege verfügbar sind.
Das sind die wichtigsten Instrumente im Einzelnen
- eine Sortimentsanalyse der Parfümerie, aus der der Umsatz bzw. der Umsatzanteil des Institutes (Behandlungsumsatz) und der Umsatz bzw. Umsatzanteil des Produktverkaufs für die Heimpflege (ist in der Regel im Umsatz der Warengruppe Gesichtspflege enthalten) hervorgeht
- eine Kostenstellen-Rechnung für das Parfümerie-Institut auf der Basis der Betriebswirtschaftlichen Auswertung eines Jahres der Parfümerie
- eine Rentabilitäts-Rechnung für das Institut insgesamt und für die einzelnen Kosmetikerinnen
- eine Mindest-Umsatzberechnung für jede Kosmetikerin
- ein Kalkulationsmodell zur Nachkalkulation der Behandlungspreise
- eine jährliche Umsatz-, Kosten- und Rentabilitäts-Planung für Parfümerie und Institut
Um die Datenbasis für die Steuerung und Kontrolle des Verkaufs von Behandlungen und Produkten für die Heimpflege aufbauen zu können, sollte für das Kosmetikinstitut über das Warenwirtschaftssystem für jeden Mitarbeiter eine Leistungsstatistik geführt werden, die seine Leistung im Vergleich zum Institutsdurchschnitt und den übrigen Mitarbeitern transparent macht.
[Text/Foto: Manfred Blings]
Tags: Auswertung, Behandlung, Behandlungen, Blings, Controlling, Institut, Instrumente, Kosmetik, Kosmetikinstitut, Kosten, Parfümerie, Planung, Rentabilität, Sortiment, Umsatz
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Verfasst von Parfuemerieverband am 27. Dezember 2011

Elmar Keldenich, Geschäftsführer des Bundesverband Parfümerien e.V.
Geht es Prognosen für die Zukunft fragt man gerne die Verbände. Nicht ohne Grund, schließlich laufen Daten, Fakten und Informationen aus der Branche hier zusammen und häufig werden Trends dort früher und transparenter erkennbar. Unter den aktuellen Bedingungen ist es jedoch auch für uns schwer Prognosen zu stellen.
Fest steht jedoch, die Ausgangssituation ist nicht schlecht. Unser Stimmungsbild zur Jahresmitte und die Erwartungen der Unternahmen für die zweite Jahreshälfte 2011 waren so optimistisch wie schon lange nicht mehr. Das Weihnachtsgeschäft ist bis zum vierten Adventswochenende zufriedenstellend verlaufen und die letzte Woche vor Weihnachten steht noch vor der Tür.
Der beste Indikator für die Zukunft jedoch ist und bleibt die Stimmung der Verbraucher. Und diese bleibt trotz Euro-Krise und Rezessionsängsten unverändert positiv. Glaubt man der Gesellschaft für Konsumforschung steigen gerade jetzt zum Jahreswechsel, zum ersten Mal seit fünf Monaten die Konsumerwartungen der Verbraucher. Sie rechnen mit steigenden Einkommen und sorgen damit für eine unverändert gute Prognose für das Konsumklima im Januar 2012. Zusätzlich prognostizieren die Forscher des Institutes für Weltwirtschaft in Kiel auch für 2012 weiter fallendende Arbeitslosenzahlen.
Auch die Stimmung in der Wirtschaft verbessert sich weiter. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich, gegen die Erwartungen aller Fachleute, im Dezember 2011 sogar nochmals um 0,6 Punkte.
Aber auch eine weitere Wahrheit bleibt. Deutschland ist, wie kaum ein zweites Land, vom Export abhängig: Damit steht und fällt die deutsche Wirtschaft, die Arbeitsplätze, die Einkommen mit Ihnen die Stimmung der Verbraucher und die Umsätze es Handels. Wir sind, auch als deutscher Parfümerieeinzelhandel, immer Bestandteil der globalen Wirtschaft und hier liegen Risiken wie Chancen.
Zurzeit scheinen die Chancen zu überwiegen: Kunden, die wirtschaftlichen Rahmendaten und die geringe Arbeitslosigkeit alle sprechen für ein gutes Jahr für den Parfümerieeinzelhandel.
[Text/Foto: Bundesverband Parfümerien]
Tags: 2012, Bundesverband, Chancen, Einzelhandel, Entwicklung, Erwartungen, Ifo, Jahr, Kommentar, Konjuktur, Konsum, Parfümerie, Parfümerien, Parfümerieverband, Prognose, Stimmung, Verbraucher, Wirtschaft
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Verfasst von Parfuemerieverband am 17. Oktober 2011

Nola Bergner, BERGNER Parfum · Beauty, Pfaffenhofen
Die Branche befindet sich im Wandel. In Zeiten von Onlineshops wird der stationäre Parfümerieeinzelhandel gefordert sich auf seine Stärken zu besinnen und diese auch zu nutzen.
Sind das Web und Onlineshops das Ende der Branche? Nein, mitnichten! Sie bieten die Chance die wichtigste Kernkompetenz unserer Unternehmen herauszustellen:
Zu zeigen wie schön der Besuch einer Parfümerie ist.
Der Einkauf wird zum Erlebnis. Marken und ihre Geschichte werden gelebt. Düfte werden erschnuppert, Cremetexturen auf der Haut gespürt, Make up-Effekte werden sofort spür- und sichtbar. Das alles ist nur im Geschäft möglich.
Nicht zu vergessen, eine kompetente auf den Kunden ausgerichtete Beratung: Persönliche Interaktion, Zuhören und individuelle Wünsche erfüllen. Das sind die Stärken der Parfümerie.
Sie ist für Kunden und auch die Händler eine große, wunderbare (Einkaufs)-Spielwiese. Diese gilt es mit Hilfe der eigenen Unternehmensphilosophien, eines genau abgestimmten Sortiments, Events und Aktionen individuell zu bespielen.
Die Konzepte dafür sind bereits vorhanden. Oft sind es bekannte Ideen, die an die Bedürfnisse der heutigen Zeit anzupassen sind wie Kennenlern-Behandlungen, Make-up Kurse, Duft-Präsentationen und vieles andere mehr. Diese und weitere Aktionen sind alle längst bekannt und ihr Einsatz berechtigt. Darüber hinaus gilt es für den Kunden Mehrwerte, Benefits, zu schaffen. Hier sind es häufig die kleinen Sachen, die große Wirkung zeigen und vom Wettbewerb abheben. Die persönlichen Geburtstagsglückwünsche, eine Überraschung oder ein kleines Geschenk helfen die Persönlichkeit und Individualität eines Unternehmens für den Kunden erlebbar zu machen und einen echten und zugleich emotionalen Mehrwert zu bieten.
Echter Benefit, positive Emotionen und eine persönliche Beratung geben ein individuelles Profil und binden den Kunden zugleich an das Geschäft und machen es einzigartig. Denn die Beziehungen von Inhabern und Mitarbeitern zu ihren Kunden lassen sich nicht kopieren. Nicht in der Realität und nicht im Internet. Kunden die individuell beraten werden wollen, werden daher auch weiterhin die Parfümerie aufsuchen.
Gleichzeitig mag sich der Anspruch der Kunden an Geschäfte, die Luxusgüter verkaufen, erhöht haben, aber genau hier liegt die Stärke des Parfümerieeinzelhandels gegenüber dem Internet. Der größte (Mehr-) Wert der Branche, der größte Unterschied eines Parfümeriefachgeschäftes ist der Mensch, der die Persönlichkeit des Unternehmens lebt und den Kunden somit begeistert.
[Text/Foto: Nola Bergner]
Tags: Aktionen, Beratung, Bergner, Chance, Einzelhandel, Emotion, Erlebnis, Fachgeschäft, Handel, Individualität, Internet, Kommentar, Konzept, Luxus, Nola Bergner, Online, Parfümerie, Persönlichkeit, Pfaffenhofen, Web
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Verfasst von Parfuemerieverband am 25. Juli 2011

Franz Becher, Parfümerie Altpeter GmbH, Neuwied
Zumindest interessant mutet Sie an, die Idee der Lieferanten, Probenkontingente an Umsätze zu knüpfen. Besonders vor dem Hintergrund, dass es sich bei Testmustern um das klassische und unverzichtbare Verkaufsförderungsmaterial in der Parfümerie handelt. Denn die Erfahrung zeigt: Nur was der Kunde spüren, fühlen und riechen kann, kauft er auch.
Welchen Verkauf, fragt sich da der geneigte Leser, sollen die Proben noch fördern, wenn sie dem Händler inzwischen nur noch auf Basis dessen zur Verfügung gestellt werden, was er bereits verkauft bzw. umgesetzt hat. Das klingt unsinnig und ist es auch.
Trotzdem trägt auch der Handel einen Teil der Verantwortung für diese Entwicklung: Ohne viel Federlesen und teilweise auch Sinn, quasi als Belohnung für den Einkauf wanderten Testmuster in der Vergangenheit, wie Taschentücher in der Apotheke, in den Tüten der kaufenden Kunden.
Gezielt eingesetzt und gut erklärt jedoch, sind Testmuster das Werbemittel der Wahl, ein Service für anspruchsvolle Kunden, der ein qualifiziertes und beratendes Fachgeschäft auszeichnet.
Deshalb muss auch die Frage erlaubt sein, wie hochwertige und damit auch preisintensive kosmetische Produkte oder Düfte zukünftig überhaupt verkauft werden sollen. Über Fernsehen, Zeitschriften und gigantische Mediainvestitionen lautet die Antwort der Lieferanten.
Zur Erinnerung: Auch die teuersten und aufwendigsten Fernsehspots kann man weder riechen noch spüren und bei Fernsehen wie bei Zeitschriften sind die Streuverluste exorbitant hoch. Die Gleichung vieler Lieferanten mehr Media weniger Proben kann daher nicht aufgehen!
Proben selbst abzufüllen kann für den Handel keine Lösung sein. Er übernimmt damit tatsächlich Aufgaben der Lieferanten mit allen Risiken und Nebenwirkungen und riskiert zusätzlich Probleme mit den chemischen Untersuchungsämtern und Imageschäden bei den Produkten.
Die Industrie sollte nachdenken, ob es sinnvoll ist, ausgerechnet am effektivsten Werbemittel zu sparen, denn kein Medium der Welt vermittelt einen besseren Eindruck vom Produkt als das Produkt selbst.
Tags: 2011, Branche, Handel, Image, Juli, Kommentar, Media, Meinung, Parfümerie, Proben, Strategie, Testmuster, Werbemittel
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Verfasst von Parfuemerieverband am 16. Mai 2011

Elmar Keldenich, Geschäftsführer des Bundesverband Parfümerien e.V.
„… anbei erhalten Sie unseren neuen Distributionsvertrag nach europäischem Recht“ diese oder ähnliche Sätze hat wohl jeder Parfümerieeinzelhändler in den letzten Tagen häufiger gelesen.
Apropos gelesen, es bleibt zu hoffen, dass jeder liest, was er dort unterschreiben soll!
Denn zum Teil lässt das, was die Hersteller unter dem Deckmantel der europäischen Harmonisierung präsentieren, dem Leser die Haare zu Berge stehen:
Begonnen bei der Verpflichtung die Abverkaufsdaten der einzelnen Verkaufsstellen den Herstellern, zum Teil sogar noch elektronisch, zur Verfügung stellen zu müssen, über Qualitätskriterien, die diesen Namen tatsächlich kaum noch verdienen und festgeschriebene Mindestumsätze die auf Basis eines nicht näher dargelegten Durchschnitts willkürlich festgesetzt werden, bis hin zur Schulung des Geschäftsinhabers zur Belieferung einer Filiale und vieles andere mehr.
Aber wo, das mag sich mancher erstaunt fragen, bleiben die Verpflichtungen der Lieferanten? Kann es sein, dass nur vom Handel immer mehr immer weitreichendere Zugeständnisse gefordert werden? Und warum landet eigentlich gleichzeitig immer mehr, vermeintlich selektiv vertriebene Ware, im grauen Markt und diese in Luxemburg sogar in Supermärkten?
Hier ist es an jedem einzelnen Fragen zu stellen! Unternehmen bzw. Marken, die für sich auf Basis eigener Qualitätsmaßstäbe Ausnahmen vom Wettbewerbsrecht in Anspruch nehmen wollen, müssen die Kriterien Ihrer Verträge auch selbst diskriminierungsfrei und unterschiedslos anwenden.
Wer auch nur darüber nachdenkt solche Verträge zu unterschreiben und einzuhalten sollte das auch von seinem Vertragspartner erwarten dürfen. Sonst sind die Verträge vor allem eines, nämlich:
Für den Papierkorb!
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Verfasst von Parfuemerieverband am 05. Mai 2011
Prof. Dr. Guido Quelle über scheinbare Alternativlosigkeit und die Notwenigkeit bei der unternehmerischen Strategiefindung in alle Richtungen zu denken:
Kennen Sie das?
1. „Das ist nun mal so.“
2. „Daran führt kein Weg vorbei.“
3. „Dazu gibt es keine Alternative.“
4. „Das müssen wir genau so machen und nicht anders.“
Ich bin sicher, Sie kennen solche Sprüche. Was aber entgegnet man solchen Sätzen?
1. Nein. 2. Doch. 3. Doch. 4. Nein.
Es ist nicht so, es gibt immer einen anderen Weg, es gibt immer eine Alternative und wir müssen gar nichts „genau so und nicht anders“ machen.
Alternativlosigkeit?
Lassen Sie sich nicht blenden, wenn in strategischen oder operativen Meetings vermeintliche Alternativlosigkeit adressiert wird. Häufig sind es Wortführer, die entweder um eine kurze Diskussion bemüht oder der bereits längeren Diskussion überdrüssig, irgendwann zu solchen ultimativen Phrasen greifen. Der ultimative Charakter solcher Phrasen darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass deren Inhalt dadurch nicht richtiger wird. Sätze, die keine Alternative zulassen, sind fast immer falsch und häufig einer mangelnden Fantasie, mangelnden Geduld oder mangelndem Interessen geschuldet.
Manchmal macht es Sinn, die Motive hinter solchen Phrasen zu erfragen:
- „Warum sind Sie der Ansicht, dass kein Weg an dieser Lösung vorbei’ führt?“
- „Wie kommen Sie zu Ihrer These, dass ‚dies einfach so‘ ist?“
- „Welche Beobachtung haben Sie gemacht, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass es ‚keine Alternative‘ gibt?“
Mitunter führen die dann folgenden Ausführungen zu einer Rechtfertigungsarie, die Sie nicht weiterbringen, in manchen Fällen lohnt es sich aber, weil die Menschen, die den ultimativen Einwand vorgebracht haben, nachdenken und zu der Erkenntnis kommen, dass es möglicherweise sehr wohl Alternativen zu der von ihnen durchdachten Lösung gibt. Vielleicht sind sie teurer, komplizierter, ungewöhnlicher, noch nicht vorstellbar, aber es gibt sie.
Es gibt immer Optionen und es ist gerade bei strategischen Themen, Projekten, einer Wachstumsstrategie wichtig, diese Optionen sämtlich auf den Besprechungstisch zu legen, denn anderenfalls laufen Sie Gefahr, einen Aspekt nicht berücksichtigt zu haben. Das Resultat ist dann nicht selten ein „Hätten wir doch …“.
Brainstorming und Durchführung
Insbesondere in der Ideenfindung ist Alternativlosigkeit ein Fortschrittskiller. Es gibt eine Regel für Brainstormings, die zu selten berücksichtigt wird: alle Ideen werden wertfrei gesammelt. Selbst wir als Berater, die mit diesen Methoden täglich mehrfach umgehen, sind nicht davor gefeit, Ideen bereits zu werten. Daher ist es wichtig, dass in einem Brainstorming immer jemand darüber wacht, dass Ideen nicht schon in der kreativen Phase im Nirvana des Verworfenen verschwinden.
Aber auch in der Durchführung beschlossener Entscheidungen, bei der es um das möglichst effektive und effiziente Erreichen von Resultaten geht, gibt es Optionen. Auch hier darf sich niemand darauf zurückziehen, sich mit Scheuklappen durch das Projektfeld zu pflügen, weil ja vermeintlich alles beschlossen sei. Die Führung muss vielmehr darauf achten, dass die Mitarbeiter sich in Bezug auf die zu erreichenden Resultate im Rahmen der unternehmerischen Leitplanken und Regeln frei bewegen können.
Resultate
Der Schlüssel zu Alternativen, zu Optionen ist ein resultatorientiertes Denken, das im Ziel beginnt und den kürzesten Weg zwischen dem heutigen Zustand und dem angestrebten Resultat sucht. Der kürzeste Weg ist stets die Gerade, aber auch Umwege können lohnen, wenn sie dem Ziel dienen. Effektivität genießt einen höheren Rang als Effizienz. Ermuntern Sie also Ihre Mitarbeiter, in Alternativen zu denken. Machen Sie es sich zum Sport, mindestens drei völlig unterschiedliche Lösungen für ein Problem zu finden und halten Sie Ihre Mitarbeiter an, dies auch zu tun. Verbitten Sie sich Sätze, die eine Alternativlosigkeit suggerieren, in Meetings, an denen Sie teilnehmen.
Gefahr
Die größte Gefahr ist, dass wir in Meetings nicht sofort erkennen, dass Teilnehmer des Meetings sich auf nur eine einzige Option fokussieren. Die entsprechenden Formulierungen haben wir schon so oft gehört, dass sie unter unsere Wahrnehmungsschwelle gerutscht sind.
Re-Sensibilisieren Sie sich. Nehmen Sie ganz präzise wahr, wenn Menschen nur ihre eigene Meinung verteidigen wollen und nur ihren eigenen, aus welchen Gründen auch immer, präferierten Weg nach Rom gehen wollen.
Nein!
Wenn das nächste Mal jemand nach langer, weitschweifiger Ausführung zu Ihnen abschließend und bekräftigend sagt „Das ist einfach so!“, antworten Sie einfach einmal mit „Nein!“ und fordern Sie Alternativen. Sie werden sich wundern, was geschieht.
[Bild/Text: Prof. Dr, Guido Quelle Mandat]
Tags: Alternativen, Fortschritt, Lösung, Optionen, Quelle, Strategie, Unternehmen, Wege, Wegfindung
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Verfasst von Parfuemerieverband am 20. Januar 2011

Klaus Kobberger, Vorsitzender der Qualitätsgemeinschaft first in beauty
Schon bei unserem ersten first in beauty Marken- und Marktkolloquium im November wurde deutlich: Der Parfümeriemarkt verändert sich zur Zeit schneller und dynamischer als je zuvor. Blickt man auf 2010 zurück kann man schon jetzt von einer Aufteilung des Marktes sprechen. Und das bedeutet: Parfümerien und Marken müssen entscheiden wo sie hin wollen, denn die Zeit der Einheitsparfümerie ist endgültig vorbei.
Unter diesen Bedingungen lautet die wichtigste Prämisse: Verzicht! Das gilt für Parfümerien wie Lieferanten gleichermaßen. Für die Parfümerien: Verzicht auf Hersteller, Marken und Produkte die nicht in das Sortiment passen. Auf Seite der Hersteller und Marken: Verzicht auf liebgewonnene Vertriebskanäle -strategien und -strukturen.
Was heute gefragt ist, das zeigt auch das Weihnachtsgeschäft, sind keine Schnellschüsse aus der Hüfte, sondern vielmehr Kontinuität, Servicequalität und gute Produkte zu veritablen Preisen.
Besonders für die Lieferanten gilt daher: Sie müssen wissen wo sie hin wollen. Ein sowohl als auch, wie in der Vergangenheit wird es, z.B bei der Auswahl der Verkaufsstellen , in Zukunft immer seltener geben. Ein einmal eingeschlagener Weg muss konsequent verfolgt und fortgesetzt werden. Das gilt für die Produktpolitik genauso wie für die Kommunikation oder die Logistik, Stichwort Lieferfähigkeit.
Für den Handel gilt: Wir müssen uns in den Augen der Konsumenten selbst als Marke profilieren. Das geht nur, wenn wir uns wieder auf unsere Kernkompetenz konzentrieren: Die Zusammenstellung eines ganz individuellen Sortiments: Immer orientiert am jeweiligen Standort und an den Bedürfnissen unserer Kunden vor Ort.
Zur Erinnerung: Ein Sortiment ist eine Auswahl, eine Auswahl die nach bestimmten Kriterien aktiv zusammengestellt wird. Auch hier liegt die Kunst im Verzicht. Es geht nicht darum Alles zu haben, sondern unseren Kunden die richtigen Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Sie mit echten Neuheiten und Innovationen immer aufs neue zu überraschen und so trotz wechselnder Moden und Produkte langfristig für unser Geschäft zu begeistern.
[Foto: Kobberger]
Tags: Erfolg, first in beauty, Kobberger, Kommentar, Konsequenz, Parfümerie, Produktpolitik, Sortiment, Verzicht
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Verfasst von Parfuemerieverband am 15. November 2010
In letzter Zeit mehren sich in der Branche die Klagen über Lieferprobleme.
Bei unterschiedlichen Herstellern und zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts.
Die Gründe mögen unterschiedlich sein, die Folge ist leider die selbe: Wo wir den Kunden in der Vergangenheit auch kurzfristig die Nachlieferung gefragter Produkte anbieten konnten, erschweren nun lange Lieferfirsten das Geschäft des Handels.
Natürlich existiert die Notwenigkeit, auch in der Logistik, die Kosten im Griff zu behalten. Sicherlich hat unsere Branche in der Vergangenheit unter viel zu großen Lagern gelitten. Auch hat die Wirtschaftskrise dazu geführt, dass sich kaum ein Unternehmen unnötige Kapitalbindung in Lagerware leisten kann und will. Ein zunehmender Abbau der Lager auch auf Lieferantenseite ist die logische Folge. Daher konzentrieren sich viele Hersteller auf immer weniger Lager-Standorte. In der Theorie eine gute Idee!
Aber birg die Zusammenfassung aller Lager- und Lieferkapazitäten an einem Standort, möglicherweise sogar europaweit, nicht auch Gefahren? Hat nicht jede sinnvolle Zentralisierung auch Ihre Grenzen? Ist es z.B. vertretbar, dass durch einen Streik am Ort eines europäischen Zentrallagers die Belieferung aller europäischen Märkte ins Stocken gerät oder schlimmsten Falls komplett ausfällt? Was passiert bei Netzwerkausfällen oder Elementarschäden?
Lieferengpässe im Weihnachtsgeschäft wären für die Branche der Supergau.
Bei allen Entscheidungen rund um die Warenlogistik sollte dabei nicht nur die Kosten im Mittelpunkt der Entscheidung stehen, sondern vor allem die Lieferfähigkeit, im Interesse unserer gemeinsamen Kunden!
[Text/Bild: Bundesverband Parfümerien]
Tags: Kommentar, Lieferprobleme, Logistik, Nachlieferungen, Weihnachtsgeschäft
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