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Coty reduziert Duftgeschäft – Trennung von Marken

Coty reduziert Duftgeschäft – Trennung von Marken: Coty trennt sich, wie bereits angekündigt, in großem Umfang von Parfummarken. Insgesamt 10 Parfummarken mit einem Gesamtumsatz von rund 360 Mio. USD werden nun, laut Brancheninsidern, wohl in einer ersten Charge bis Mitte Oktober 2017, zum Verkauf angeboten. In erster Linie handelt es sich wohl um Promi-Düfte, aber auch Designer-Marken. Weitere Marken mit einem Umsatzanteil zwischen 1,5 und 3,5 Prozent dürften wohl noch folgen.

Investment in Celebrity-Marken reduzieren

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Coty will sich damit offensichtlich, wie auch andere Hersteller, insbesondere von renditeschwachen Celebrity-Marken trennen. So hatte z.B. P&G bereits 2014 noch vor der Übernahme durch Coty für Puma und Naomi Campbell die Reißleine gezogen. Diese und andere Celebrity Parfums hatten in den letzten Jahren deutlich unter Druck gestanden und die an sie gestellten Umsatzerwartungen, deutlich verfehlt.

In erster Linie handelt es sich im Coty Portfolio um Celebrity Marken wie Backham, Beyonce, Enrique Iglesias, Katy Perry, aber auch um Marken wie Guess, Jovan, Nautica, Playboy, Stetson oder Vera Wang.

Spekulationen um mögliche Käufer

Als potenzielle Käufer werden unter anderem Interparfums und Revlon gehandelt. Ziel von Coty scheint es dabei zu sein, die Lizenzen bzw. Marken en bloc zu veräußern. Sollte das nicht gelingen, wird über eine Erweiterung des Pakets auf die attraktiveren Lizenzen für Jil Sander und Joop spekuliert.

Hier ist allerdings Skepsis geboten, schließlich hatte Revlon jüngst mit Elisabeth Arden ein Unternehmen übernommen, dass bereits über Erfahrungen mit erheblichen Einbrüchen im Geschäft mit den Konsum- und Celebrity-Düften verfügt. Dort betraf es vor allem Promi-Düfte wie “Justin Bieber” oder “Taylor Swift”.

Weitere Marken dürften folgen

Da die bis dato zum Verkauf stehenden Marken laut WWD Beauty Report nur für etwa 4,5 Prozent des Konzernumsatzes stehen, wird mit weiteren Verkäufen gerechnet. Coty hatte angekündigt sich von Marken im Umfang von 6 bis 8 Prozent des Konzernumsatzes trennen zu wollen.

Einen Kommentar zur Problematik der Promi- bzw Celebrity -Düfte finden Sie hier.

[Text: parfuemerienachrichten/Bild: Coty]

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