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Studie: Recherche am liebsten mit Smartphone – Kaufen lieber offline!

Studie: Recherche am liebsten mit Smartphone – Kaufen lieber offline! Laut einer europaweiten Shopper-Umfrage von IRI, nutzen immer mehr Verbraucher das Internet, speziell das Smartphone, um im Rahmen ihres Einkaufs im Lebensmitteleinzelhandel, in Drogerien und in Parfümerien nach Angeboten und Preis-Reduzierungen zu suchen. Nur 14 Prozent der Deutschen wollen Lebensmittel, Drogerie- und Parfümerieprodukte definitiv oder sehr wahrscheinlich in den nächsten sechs Monaten online einkaufen. Europaweit sind es immerhin 27 Prozent.

Europaweite Shopper-Studie zum Wandel der Einkaufsgewohnheiten im digitalen Zeitalter

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Information Resources, kurz IRI, hat für die Studie 2.600 Shopper aus den sieben europäischen Ländern Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Deutschland zum Wandel ihrer Einkaufsgewohnheiten im digitalen Zeitalter befragt. Mehr als ein Drittel der Shopper nutzen demnach mobile Anwendungen, um online nach Informationen zu suchen, hauptsächlich zu den besten Angeboten und Produktinformationen – vor dem Einkauf (34%) und während des Einkaufs (36%). 65 Prozent dieser Online-Informationssuchenden gaben an, mit ihren Recherchen tatsächlich Geld zu sparen. Die Mehrheit der Shopper sucht nach Angeboten bei hochpreisigen Artikeln wie Make-up oder Waschmitteln.

Studie: Recherche am liebsten mit Smartphone doch nicht nur der Preis ist wichtig

37 Prozent der Shopper hielten nach In-Store-Promotions und Angeboten Ausschau, 22 Prozent suchten nach dem Geschäft mit den besten Angeboten am jeweiligen Tag oder in der jeweiligen Woche. Weitere 38 Prozent der Shopper interessierten sich für Produkt-Zusammensetzungen und Anwendungs- oder Zubereitungsempfehlungen.

Christoph Knoke, Geschäftsführer von IRI Deutschland: „Die Shopper planen ihre Einkäufe sorgfältig, um Geld zu sparen und um sicherzustellen, dass sie die besten Produkte bekommen. Vermehrte Such-Anfragen nach veganen oder glutenfreien Lebensmitteln bestätigen, dass Zusammensetzung, Qualität und Herkunft zu wichtigen Entscheidungskriterien für den Shopper geworden sind. Zudem werden Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit immer bedeutender.”

Einkaufsliste bleibt analog: Franzosen greifen am liebsten zu Stift und Papier

Laut IRI-Studie erstellen die meisten Käufer (84%) zur Kontrolle der Ausgaben eine Einkaufsliste. Nur jeder Zehnte nutzt dabei das Smartphone. Die Mehrheit überlegt zu Hause, was benötigt wird und gekauft werden soll. Dennoch liest mehr als ein Drittel (35%) im Geschäft noch Prospekte und Angebote. Nur elf Prozent sind Impuls-Shopper und bereiten ihre Einkäufe überhaupt nicht vor. Die Griechen sind die fleißigsten Listen-Macher (93%). Die Franzosen greifen am liebsten zu Stift und Papier (65% verglichen mit durchschnittlichen 55 Prozent in Europa), während die Briten und die Griechen ihre Einkaufslisten gern nur im Kopf abspeichern (23% und 25% verglichen mit durchschnittlichen 18%).

Wirtschaftliche Lage in Süd-Europa führt zur Suche nach Angeboten

Die wirtschaftliche Lage in Süd-Europa macht die dortigen Shopper zu aktiveren Angebots-Suchern: 45 Prozent der Griechen, 39 Prozent der Spanier und 33 Prozent der Italiener durchsuchen vor ihren Einkäufen regelmäßig das Netz nach Angeboten. Die Deutschen vergleichen ebenfalls gerne online (37%), in den Niederlanden tun dies nur 26 Prozent.

Der wachsende Gebrauch von mobilen Geräten im Geschäft bietet den Marketing-Verantwortlichen in der Konsumgüterbranche ganz neue Möglichkeiten, den Shopper zu erreichen. Von dem Drittel (36%) an europäischen Shoppern, die im Geschäft ihr Smartphone nutzen, suchten 17 Prozent nach Aktionsangeboten (Italien 25%, Griechenland 22%), 16 Prozent nach Produktinformationen (26% Italien, 21% Spanien) und zwölf Prozent nutzten digitale Rabatt-Coupons.

„Unsere Umfrage zeigt deutlich, wann und wie Marketing-Verantwortliche ihren Kunden Angebote unterbreiten sollten”, erläutert Christoph Knoke. „Mobile Anzeigen und Promotionen sollten nicht nur geschaltet werden, wenn der Shopper seine Einkaufsliste erstellt, sondern auch, während dieser im Geschäft ist.“

Nur 6 Prozent der europäoschen Shopper wollen Lebensmittel aus dem Netz

Laut IRI-Studie haben 34 Prozent der europäischen Shopper im Rahmen ihres Lebensmittel-Einkaufs mindestens ein Mal im vergangenen Jahr das Internet besucht. 21 Prozent können sich vorstellen, in den nächsten sechs Monaten auch online zu einkaufen, sechs Prozent wollen es definitiv. 37 Prozent werden wahrscheinlich keine Lebensmittel im Internet kaufen, ganze 36 Prozent schließen es europaweit kategorisch aus.

Der größte Teil der Kunden will keine Lebensmittel oder Drogerie- und Parfümerieartikel im Internet bestellen

Für Deutschland stellt sich das Bild noch deutlicher dar: 47 Prozent werden definitiv keine Lebensmittel oder Drogerie- und Parfümerieartikel im Internet bestellen (nur in den Niederlanden schließen das mit 55 Prozent noch mehr Befragte aus), 39 Prozent wahrscheinlich nicht. Nur fünf Prozent werden definitiv im Netz shoppen, neun Prozent sehr wahrscheinlich. Erstaunlich dabei: Wenn es um den reinen Besuch des Internets geht, in diesem Falle um generelle Online-Shops, sind die Deutschen mit 34 Prozent über dem Europa-Schnitt (26 Prozent). 20 Prozent der Deutschen besuchten spezialisierte Online-Shops, genau wie der Länder-Durchschnitt. Die Deutschen sind also durchaus online-affin. Aber gekauft wird dann meistens noch stationär.

Produkte sehen und anfassen berühren bleibt wichtig – am In-Store-Erlebnis arbeiten

Mehr als die Hälfte der Shopper bevorzugt es immer noch, Produkte im Geschäft sehen und anfassen zu können. 28 Prozent glauben zudem, dass sie im Geschäft die Preise besser vergleichen können. Christoph Knoke: “Wenn Shopper sagen, dass sie es immer noch bevorzugen, Produkte im Geschäft sehen und berühren zu können, dann sollten Retailer weiter am In-Store-Erlebnis für die Kunden arbeiten und ihnen helfen, die besten Angebote zu finden. Zudem sollten Online-Retailer die Suche nach Preisen, Promotionen und Neuprodukten vereinfachen.”

[Text/Bild: IRI]

 


Studie: Deutsche Verbraucher skeptisch gegenüber Onlineshops

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