Retail-Trends 2026: KI als Treiber für Innovationen – St. Ingbert/Zug im Dezember 2025. Algorithmen, Automatisierung, generative KI, KI-Agenten – das Thema künstliche Intelligenz ist sehr präsent. Auch im Handel spielt sie zunehmend eine Rolle und hat sich in einigen Bereichen bereits etabliert, etwa im Forecasting & Replenishment, im Support der Mitarbeitenden oder im Kundendialog.
Relevanz im Tagesgeschäft
„KI wird zwar nach wie vor stark mit Zukunftsfragen verbunden, gewinnt aber auch im aktuellen Tagesgeschäft an Relevanz. Immer häufiger stehen konkrete Anwendungsfälle und strategische Fragen im Vordergrund – etwa wie Unternehmen KI wirksam und nachhaltig einsetzen, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen und welche Vorteile daraus entstehen. Im Zusammenhang mit KI werden deshalb 2026 Themen wie konsistente Daten, autonome Agenten oder der digitale Lebensmitteleinkauf für die Retail-Branche im Fokus stehen“, sagt Jörg Frisch, Managing Partner der retailsolutions GmbH. Insbesondere im Kontext von Retail-Trends 2026 KI sind diese Entwicklungen maßgeblich.
Konsistente Daten für KI und Analysen
Daten stellen das Fundament für KI-Anwendungen dar. Ohne ausreichende, qualitativ hochwertige Informationen lassen sich keine guten Ergebnisse erzielen. Im Handel sind zwar reichlich Daten vorhanden, aber oft unstrukturiert oder fragmentiert. Beispielsweise bietet die SAP Business Data Cloud Unternehmen die Möglichkeit, Informationen – egal, ob diese in SAP oder außerhalb gespeichert sind – in einer gemeinsamen, intelligent verknüpften Umgebung zusammenzuführen. Damit entsteht eine einheitliche Datenbasis, die präzise Analysen, fundierte Entscheidungen und KI-gestützte Anwendungen ermöglicht. Zudem zeigen aktuelle Retail-Trends 2026 KI, wie Unternehmen von neuen Datenstrategien profitieren können.
KI-Agenten als Shopping-Assistenten
Laut dem Marktforschungsinstitut Kantar setzen bereits rund 24 Prozent der KI-Anwender auf intelligente Shopping-Assistenten. Auch 2026 bleibt die Integration solcher Agenten ein relevantes Thema. Konsumenten könnten zunehmend ihre Kaufentscheidungen an die Agenten delegieren, um auf Basis maschinenlesbarer Daten Produkte zu filtern und Empfehlungen zu erhalten. Für Händler und Marken gilt es daher, sicherzustellen, dass ihre Produkte und Inhalte für diese Agenten auffindbar und relevant sind. Generative Engine Optimization (GEO) hilft, die Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchmaschinen zu erhöhen und wird an Bedeutung gewinnen. Abschließend lässt sich sagen, dass Retail-Trends 2026 KI weiterhin den Handel prägen werden.
Digitaler Lebensmitteleinkauf etabliert sich
Seit der Corona-Pandemie hat sich der digitale Lebensmitteleinkauf in der Handelswelt etabliert. Laut Consumer Barometer 02/2025 nutzen bereits fast ein Viertel, 24 Prozent, der jüngeren Konsumierenden zwischen 18 und 33 Jahren Onlinelieferdienste von Lebensmittelhändlern. Viele möchten in den kommenden Jahren noch häufiger Lebensmittel online einkaufen. Händler und Hersteller haben die Chance, diesen wachsenden Bedarf mit flexibler Distribution und digitalen Technologien aktiv voranzutreiben. Dabei müssen sie bestehende Zweifel an Frische, fehlender Produktauswahl und Zusatzkosten gezielt adressieren. Retailer sollten deshalb einen spürbaren Zeitgewinn, verlässliche Qualität und transparente Kosten in den Vordergrund stellen.
Retail Media Networks als Schlüsselfaktor
Retail Media Networks, kurz RMN, werden zunehmend zum zentralen Instrument, um eigene Kunden zu erreichen. Als Plattform sind sie leistungsstark und erzielen bessere Ergebnisse als digitale Anzeigen sowie höhere Kaufabsichten. Für die gezielte und personalisierte Ausspielung von Werbeanzeigen auf Websites, In-Store-Displays oder in Apps hängt der Erfolg allerdings stark von der Integration der Daten aus verschiedenen Touchpoints ab.
Kürzere Lieferzeiten im E-Commerce
Laut einer Studie vom EHI Retail Institute und vom Marktforschungsinstitut ECDB verzeichnete der Onlinehandel in Deutschland 2024 erstmals seit 2021 wieder ein Umsatzwachstum. Für die kommenden Jahre wird mit weiteren positiven Entwicklungen gerechnet. Damit der E-Commerce weiterwächst, sind vor allem kürzere Lieferzeiten und planbare Zustelltermine entscheidend. Viele Onlineshops haben ihren Lieferservice insgesamt weiterentwickelt, doch individuelle Zeitfenster werden noch selten angeboten: Nur 6,2 Prozent der untersuchten Portale ermöglichen eine persönliche Terminwahl. Ebenso wenige, 6,8 Prozent, informieren über konsolidierte Lieferungen. Darüber hinaus spielen Retail-Trends 2026 KI auch im Bereich Logistik und E-Commerce eine immer bedeutendere Rolle.
[Text: Parfümerienachrichten/Bild:]

