Parfümerie Pieper startet Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Am 20. November hatte die Parfümerie Pieper einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Nach einer zwischenzeitlich vermeldeten Stabilisierung des Geschäftsbetriebs, hat das Amtsgericht Bochum nun zum 1. Februar 2026 planmäßig ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Trotz der finanziellen Restrukturierung läuft der Geschäftsbetrieb an allen Standorten stabil und uneingeschränkt weiter. Ziel des Verfahrens ist es, das Unternehmen nachhaltig zu stabilisieren und zukunftsfähig auszurichten.
Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung: Ein geordneter Neustart
Das Amtsgericht Bochum hat das Insolvenzverfahren der Parfümerie Pieper auf Antrag zum 1. Februar 2026 eröffnet. Bereits seit November 2025 wird das Unternehmen im Rahmen der Eigenverwaltung geführt. Diese Form der Insolvenz ermöglicht es der Geschäftsführung, das operative Geschäft weiterhin selbst zu steuern, während ein gerichtlich bestellter Sachwalter die Interessen der Gläubiger überwacht. Die Eigenverwaltung soll die Sanierung des Unternehmens erleichtern und eine geordnete Fortführung sicherstellen.
Geschäftsbetrieb läuft stabil weiter
Trotz der Insolvenzeröffnung bleibt der Geschäftsbetrieb an allen Standorten uneingeschränkt aktiv. Die Warenversorgung ist gesichert, sodass Kundinnen und Kunden weiterhin ein attraktives Sortiment vorfinden. Die Finanzierung des laufenden Betriebs ist gewährleistet, und Löhne sowie Gehälter werden pünktlich gezahlt. Lieferanten, Geschäftspartner und Vermieter sind in den Prozess eingebunden, um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten.
Standortschließungen als unternehmerische Entscheidung
Unabhängig vom Insolvenzverfahren wurden die Standorte in Oberhausen (Marktstraße) und Oldenburg (Lange Straße) geschlossen. Diese Maßnahmen basieren auf unternehmerischen Entscheidungen und sind nicht direkt mit dem laufenden Eigenverwaltungsverfahren verbunden.
Transparente Kommunikation als Teil des Prozesses
Führung und Unterstützung im Verfahren
Die Geschäftsführung unter Oliver Pieper bleibt im Amt und wird von einem Team externer Experten unterstützt. Rechtsanwalt Dr. Philipp Grub aus Stuttgart agiert als Generalbevollmächtigter, während die gerichtlich bestellte Sachwalterin Sarah Wolf von der Kanzlei Anchor die Aufsicht führt. Gemeinsam arbeiten sie daran, das Unternehmen strukturiert durch das Verfahren zu führen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Strategische Optionen zur Zukunftssicherung
Parallel zur operativen Fortführung analysiert die Parfümerie Pieper ihre internen Strukturen und Prozesse intensiv. Dabei werden verschiedene strategische Optionen geprüft, unter anderem die Einbindung externer Investoren. Ziel ist es, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Konkrete Entscheidungen zu Standorten oder personellen Veränderungen stehen derzeit noch aus. Das Unternehmen betont in einer Pressemitteilung, dass es seine Kundinnen, Geschäftspartner und die Öffentlichkeit weiterhin transparent über wesentliche Schritte im Insolvenzverfahren informieren wird. Die Unterstützung der Kunden, insbesondere im wichtigen Valentinstagsgeschäft, wird als bedeutend für den Erfolg der Sanierung hervorgehoben.
[Text: parfuemerienachrichten/Bild: Parfümerie Pieper]

