Europäische Kommission genehmigt Übernahme von Bulgari durch LVMH-Konzern

Brüssel, 30. Juni 2011 – Die Europäische Kommission hat den geplanten Erwerb des italienischen Luxusgüterunternehmens Bulgari durch die französische Moët Hennessy – Louis Vuitton-Gruppe (im Folgenden „LVMH“) nach der Fusionskontrollverordnung genehmigt.

Die Untersuchung der Kommission hat ergeben, dass die Übernahme die Wettbewerbsstruktur der betroffenen Märkte nicht wesentlich verändern würde, da Bulgari lediglich kleine Marktanteile hält und LVMH weiterhin dem wirksamen Wettbewerb durch mehrere andere Luxusgüterhersteller ausgesetzt sein wird.

Sowohl Bulgari als auch LVMH sind in der Herstellung und dem Verkauf von Uhren im oberen Preissegment, Schmuck, Parfüm und Kosmetika sowie Mode und Lederwaren, einschließlich Accessoires, tätig. LVMH ist Eigentümer und Betreiber von mehreren ausgewählten Einzelhandelsvertriebsketten.

Die Prüfung ergab, dass die kombinierten Geschäftsbereiche von LVMH und Bulgari bei keiner denkbaren Marktdefinition zu hohen Marktanteilen führen. Die Kommission kam daher zu dem Schluss, dass das Vorhaben den wirksamen Wettbewerb weder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern wird.

LVMH wird von der Groupe Arnault kontrolliert, die außerdem Christian Dior Couture kontrolliert. Dazu gehören die folgenden Marken: Louis Vuitton, Donna Karan, Fendi, Loewe, Céline, Kenzo, Marc Jacobs, Givenchy, Berlutti, Guerlain, Tag Heuer, Chaumet, Zenith, Hublot, Fred und De Beers  Diamond Jewellers.

Bulgaris größter Geschäftsbereich ist die Marke „Bulgari“; daneben ist das Unternehmen  auch im Bereich Luxushotels tätig.

Die geplante Übernahme wurde am 24. Mai 2011 bei der Kommission angemeldet.

[Text/Logo: Europäische Kommission]