HDE: Handel 2015 mit stärkstem Wachstum seit 20 Jahren

Handel 2015 mit stärkstem Wachstum seit 20 Jahren, anhaltend gute Rahmenbedingungen beflügeln den Konsum im Einzelhandel. Zum stärksten Wachstum seit 20 Jahren tragen vor allem der Anstieg der Beschäftigung, das reale Lohn-Plus und die geringe Inflation bei. Auch für 2016 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit um zwei Prozent steigenden Umsätzen.

Wachstumstreiber bleibt der Online-Handel, der nach HDE-Prognose in diesem Jahr um elf Prozent zulegen wird. Nach Einschätzung von HDE Hauptgeschäftsführer Stefan Genth könnte sein Umsatzanteil bis 2020 auf bis zu 20 Prozent steigen.

Handel 2015 mit stärkstem Wachstum seit 20 Jahren – nominal +3,1 Prozent

Mit einem Umsatzplus um nominal 3,1 Prozent verzeichnete der Einzelhandel 2015 sein stärkstes Wachstum seit 20 Jahren. Für das laufende Jahr 2016 erwartet der HDE insgesamt einen Einzelhandelsumsatz von 481,8 Milliarden Euro, das entspricht einem Wachstum um zwei Prozent. „Die
Geschäftserwartungen sind positiv“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Dazu trage neben einem positiven Konsumumfeld die fortschreitende Digitalisierung des stationären Einzelhandels bei. „Die Multichannel-Händler rechnen für das laufende Jahr mehrheitlich mit einer Steigerung ihrer Online-Umsätze.“

Digitalisierung treibt den Strukturwandel im Handel weiter voran

Insgesamt prognostiziert der HDE in diesem Jahr einen Online-Zuwachs um elf Prozent auf dann 46,3 Milliarden Euro. „Die zunehmende Digitalisierung treibt den Strukturwandel im Handel weiter voran“, so Genth. Mit seiner digitalen Agenda setze sich der HDE für gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen allen Handelskanälen sowie zwischen national und international agierenden Unternehmen ein.

Beschäftigung im Einzelhandel profitiert von der guten Entwicklung

Von der guten Entwicklung profitiert auch die Beschäftigung im Einzelhandel. So konnte die Branche im vergangenen Jahr erneut über 60.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Stellen schaffen. Zahlreiche Minijobs konnten in feste Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt werden.

Kosmetiksektor legt ebenfalls zu

Auch der Kosmetikbereich entwickelte sich im vergangenen Jahr, trotz steigenden Wettbewerbsdrucks positiv. Der Markt für Haushalts- und Schönheitspflege wuchs im Jahr 2015 um 2,4 Prozent. Insbesondere die Drogeriemärkte konnten überdurchschnittlich zulegen und Marktanteile gewinnen.

[HDE/Handelsverband Kosmetik]