Das Vermächtnis von Leonard A. Lauder – Ein Visionär der Kosmetikindustrie

FEPD Präsident Reinhard D. Wolf, Leonard A. Lauder und Direktor Werner Hariegel bei einem Arbeitsbesuch 1996 in New York.
FEPD Präsident Reinhard D. Wolf, Leonard A. Lauder und Direktor Werner Hariegel bei einem Arbeitsbesuch 1996 in New York.

Das Vermächtnis von Leonard A. Lauder – Ein Visionär der Kosmetikindustrie. Die Estée Lauder Companies haben mit großer Trauer den Tod von Leonard A. Lauder bekannt gegeben. Er verstarb am 14. Juni 2025 im Alter von 92 Jahren im Kreis seiner Familie. Leonard A. Lauder gilt als eine prägende Figur der Kosmetikindustrie, die nicht nur das Unternehmen, sondern die gesamte Branche maßgeblich beeinflusst hat.

Leonard wurde 1933 in New York City als ältester Sohn von Estée und Joseph H. Lauder geboren. Nach seiner Schulzeit besuchte er die Wharton School an der University of Pennsylvania und die Graduate School of Business an der Columbia University. Er diente außerdem als Leutnant in der U.S. Navy und wurde für seine Verdienste mit dem Distinguished Alumni Award der Navy Supply Corps Foundation ausgezeichnet.

Im Jahr 1958 trat er in die Estée Lauder Companies ein und widmete mehr als sechzig Jahre seines Lebens dem Unternehmen. Unter seiner Führung wuchs das Unternehmen von einem kleinen Anbieter mit wenigen Produkten zu einem globalen Marktführer im Bereich hochwertige Kosmetik. Leonard Lauder spielte eine entscheidende Rolle bei der Einführung vieler erfolgreicher Marken, darunter Clinique und Aramis.

Von 1972 bis 1995 bekleidete er das Amt des Präsidenten und von 1982 bis 1999 war er als Chief Executive Officer tätig. Während seiner Amtszeit setzte er zahlreiche innovative Marketingstrategien um, die die Schönheitsindustrie revolutionierten. Er war ein Vorreiter in der Entwicklung von Forschungs- und Entwicklungslabors und kümmerte sich aktiv um die Förderung von Talenten innerhalb der Firma.

Doch Leonard Lauder war nicht nur ein erfolgreicher Geschäftsmann; er war auch ein leidenschaftlicher Philanthrop. Er engagierte sich stark für Kunst und Bildung und war überzeugt, dass der Zugang zu kulturellen Institutionen für alle Menschen wichtig ist. Seine großzügige Spende von 78 kubistischen Kunstwerken an das Metropolitan Museum of Art in New York im Jahr 2013 bleibt als die größte Einzelspende in der Geschichte des Museums in Erinnerung. Darüber hinaus gründete er das Leonard A. Lauder Research Center for Modern Art, um bedeutsame Kunstprojekte zu unterstützen.

Darüber hinaus setzte sich Lauder intensiv für die Krebsforschung ein. Er war Ehrenvorsitzender der Breast Cancer Research Foundation, die von seiner verstorbenen Frau Evelyn H. Lauder ins Leben gerufen wurde. Er half auch bei der Gründung der Alzheimer’s Drug Discovery Foundation, um die Forschung in diesem kritischen Bereich zu fördern.

Seine Familie, einschließlich seiner Söhne William und Gary, trauert um einen außergewöhnlichen Mann. William Lauder erklärte, dass sein Vater ein Leben lang unermüdlich daran gearbeitet habe, die Schönheitsindustrie voranzubringen und wichtige Trends zu setzen.

Stéphane de La Faverie, der CEO der Estée Lauder Companies, hob hervor, dass Leonard Lauder von vielen Menschen geschätzt wurde und eine große Lücke hinterlässt. Seine Energie und Vision prägten nicht nur das Unternehmen, sondern werden auch in Zukunft spürbar sein.

Der Bundesverband Parfümerien e.V. hat im Namen der Branche bereits sein Beileid ausgesprochen. In einer offiziellen Erklärung äußerte der Verband sein Mitgefühl für die Lauder-Familie und würdigte Leonard A. Lauder als eine herausragende Persönlichkeit, deren Einfluss auf die Kosmetikindustrie und ihr Engagement für wohltätige Zwecke nicht vergessen werden.

„Leonard A. Lauder wird als eine der großen Persönlichkeiten der Kosmetikindustrie in Erinnerung bleiben – ein Mann, dessen Werte und Vermächtnis auch in den kommenden Jahren spürbar sein werden. Die Branche und die Gesellschaft haben in ihm einen großen Unterstützer und Innovator verloren.“ betont Reinhard. D. Wolf, Wegbegleiter und Ehrenpräsident des Bundesverband Parfümerien und des Europäischen Parfümerienverbandes FEPD.

[Text: parfuemerienachrichten/Bild: FEPD]

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