Schönheits- und Haushaltspflegebranche wächst im ersten Halbjahr 2026 moderat. Die deutsche Schönheits- und Haushaltspflegebranche hat ihren Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2026 um 2,2 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro gesteigert. Während der Inlandsmarkt mit einem Plus von 1,4 Prozent weitgehend stabil blieb, legte der Export um 3,8 Prozent zu. Besonders gefragt waren im Ausland Düfte, Haarpflegemittel sowie Wasch- und Reinigungsmittel.
Gesamtmarkt erreicht 19,1 Milliarden Euro
Die Schönheits- und Haushaltspflegebranche ist im ersten Halbjahr 2026 moderat gewachsen. Nach Angaben des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel (IKW) stieg der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Die Entwicklung setzt sich aus zwei unterschiedlichen Marktbewegungen zusammen. Das Inlandsgeschäft blieb relativ stabil und wuchs um 1,4 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro. Deutlich stärker entwickelte sich das Auslandsgeschäft. Der Exportumsatz erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro.
Inlandsgeschäft bleibt hinter dem Export zurück
Der deutsche Markt für Schönheits- und Haushaltspflegeprodukte entwickelte sich im Berichtszeitraum insgesamt stabil. Innerhalb der beiden Segmente zeigte sich jedoch ein differenziertes Bild. Die Schönheitspflege verzeichnete ein Umsatzplus von 1,8 Prozent. Die Haushaltspflege erreichte dagegen im Wesentlichen das Niveau des Vorjahres. Damit blieb die Entwicklung im Inland hinter dem Wachstum des Exportgeschäfts zurück.
Haut- und Gesichtspflege wächst um 7 Prozent
In der Kosmetik entwickelten sich Haut- und Gesichtspflegemittel im Inland besonders positiv. Die Kategorie erzielte ein Umsatzplus von 7 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Die Zahlen weisen darauf hin, dass Pflegeprodukte innerhalb des deutschen Kosmetikmarktes weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Für Händler können solche Entwicklungen bei der Sortimentsplanung, der Flächenaufteilung und der Beratung berücksichtigt werden. Hersteller wiederum stehen vor der Aufgabe, Produktnutzen und Zielgruppenansprache klar zu kommunizieren. Auch im Bereich der Haushaltspflege gab es eine auffällige Einzelentwicklung. Weichspüler legten beim Inlandsumsatz ebenfalls um 7 Prozent zu und waren damit die stärkste Kategorie innerhalb der Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel.
Exportgeschäft gewinnt wieder an Dynamik
Der Exportumsatz der Branche stieg im ersten Halbjahr 2026 um 3,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Beide Segmente trugen leicht unterschiedlich zu diesem Wachstum bei. Die Schönheitspflege erhöhte ihren Auslandsumsatz um 4,5 Prozent. Die Haushaltspflege wuchs im Export um 1,9 Prozent. Damit entwickelten sich beide Bereiche positiv, wobei die Schönheitspflege einen größeren Beitrag zum Exportwachstum leistete. Besonders deutlich war die Entwicklung bei Düften und Haarpflegemitteln. Beide Produktgruppen verzeichneten im Ausland ein Umsatzplus von jeweils 11 Prozent. Auch Wasch- und Reinigungsmittel waren im Export erfolgreicher als im Vorjahreszeitraum. Die Umsätze lagen in beiden Produktgruppen jeweils 6 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Wettbewerbsfähigkeit bleibt zentrale Aufgabe
Thomas Keiser, Geschäftsführer des IKW, bewertet den Anstieg der Exporte als positives Signal für die Branche. Zugleich verweist er auf die Bedeutung verlässlicher und wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen. Diese seien erforderlich, damit Unternehmen ihre Chancen auf internationalen Märkten nutzen und den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken könnten. Für Hersteller und Markenunternehmen bleiben damit neben der Produktentwicklung auch Kostenstrukturen, Lieferketten, regulatorische Anforderungen und der Zugang zu internationalen Vertriebskanälen wichtige Themen. Im Parfümerieeinzelhandel dürfte es zudem darauf ankommen, internationale Trends frühzeitig zu erkennen und mit der Nachfrage im deutschen Markt abzugleichen.
Ausblick für Handel und Hersteller
Die Halbjahresbilanz 2026 zeigt ein moderates Wachstum der Schönheits- und Haushaltspflegebranche. Der deutsche Markt entwickelt sich stabil, während der Export wieder stärker zum Gesamtumsatz beiträgt. Im Haushaltssegment sind insbesondere Weichspüler im Inland sowie Wasch- und Reinigungsmittel im Export hervorzuheben. Ob sich das Exportwachstum im weiteren Jahresverlauf fortsetzt, hängt unter anderem von der internationalen Nachfrage, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Anbieter ab.
Quelle: Inlandsumsatz: YouGov Consumer Panel; Angaben zur Branchenentwicklung: Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW), Halbjahresbilanz vom 1. September 2026.
[Text: parfuemerienachrichten/Bild: IKW]
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