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Kommentar: Wie wird 2018 für die Parfümeriebranche? – Weiter wie gehabt!?

Kommentar: Wie wird 2018 für die Parfümeriebranche? Barbara Summerer, Präsidentin des Bundesverband Parfümerien zu ihren Erwartungen für das angefangene Jahr 2018:
Kaum sind die Silvesterböller verhallt, da startet die Branche scheinbar unbelehrbar und ungebremst in ein weiteres Jahr mit ruinösen Rabattschlachten und eingefahrenen Marktstrategien.

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Standhaft ignorieren Handel und Industrie die Gefahr, die unseren Produkten, unseren Marken und unseren Geschäften droht: Imageverlust und letztlich Belanglosigkeit. Es fehlen echte Innovationen, Marken und Produkte die in den Augen der Kunden tatsächlich noch exklusiv und begehrlich erscheinen. Andere Handelsbereiche nutzen diese selbst verschuldete Schwäche gnadenlos aus.

Alle Faktoren, die uns bis dato in diese missliche Lage gebracht haben, sind allen hinlänglich bekannt. Der Abstand zum Massenmarkt schrumpft zusehends, der Graumarkt wächst. Selbst für Marktteilnehmer die bis dato von dieser Situation profitieren konnten, wird die Luft nun dünner.

Handel und Industrie verlassen mehr und mehr den Boden einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Während einige Marken Ihren Depositären mit eignen Countern und Geschäften Konkurrenz machen, versuchen andere jedes sich bietende Geschäft mitnehmen und katapultieren sich so selbst aus dem Markt. Marken die im Graumarkt omnipräsent sind, das zeigt sich immer deutlicher, sind für unsere Branche verloren.

Auch Händler, die Ihr Heil ausschließlich im Rabatt-Marketing suchen, werden mit ihnen zukünftig kaum mehr Geschäfte machen können. Erinnern wir uns „20% auf Alles außer Tiernahrung“ war der schmerzhafte Weckruf für die Baumarktbranche.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Depositäre von Seiten der Industrie immer weiter. Mindestumsätze werden angehoben, Preise erhöht, qualitative Anforderungen verschärft und qualifiziertes Personal eingefordert. Gleichzeitig wird die Unterstützung für den Handel seit Jahren zurückgefahren: Probenkontingente eingedampft, und die Mittel für die berufliche Aus- und Weiterbildung durch unsere Bundesfachschule gekürzt oder sogar gestrichen.

Der Handel muss sich seiner Stärke wieder bewusst werden und sein Sortiment konsequent an den Bedürfnissen der Kunden und nicht länger an denen der Lieferanten ausrichten. Kompetenz, Service, Beratung und das persönliche Gespräch sind nach wie vor gefragt. Nun gilt es an den Sortimenten zu arbeiten, die richtigen Partner auszuwählen, neue Marken einzuführen und aufzubauen. Eine große Aufgabe für 2018.

[Text/Bild: Bundesverband Parfümerien]

 


Neue Produkte und Marken für eine aktive und attraktive Sortimentspolitik stellt der Verband im Rahmen der Parfümerietagung 2018 am 09. und 10. April 2018 in Düsseldorf statt… www.parfuemerietagung.de


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