Szenario Parfümerie 2039 bei der Parfümerietagung 2019 erleben…

Szenario Parfümerie 2039 bei der Parfümerietagung.Im Vorfeld der Parfümerietagung 2019 haben sich Architekten und Designer des Storedesigners OBV Objektbau Bomers, auf Basis des Tagungskonzeptes und der Kernthesen der Vorträge, zusammen mit dem Bundesverband Parfümerien überlegt wie eine Parfümerie im Jahr 2039 aussehen könnte. Im Rahmen der Parfümerietagung 2019 wird das futuristische Konzept nun als animiertes Video zu sehen sein.

Szenario Parfümerie 2039 – Sciens Fiction des Handels 2039

Im Vorfeld der Parfümerietagung 2019 haben sich Architekten und Designer des Storedesigners OBV Objektbau Bomers überlegt wie eine Parfümerie im Jahr 2029 aussehen könnte. Dabei ging es ganz bewusst nicht im die Umsetzung eines realitätsnahen Konzeptes, sondern um einen futuristischen Blick in eine hypothetische Zukunft des Handels.

Erhebliche Veränderungen in der Handelslandschaft

Trendforscher sagen dem deutschen Einzelhandel erhebliche Veränderungen für die nächsten Jahre vorher. Ursachen sieht man unter anderem in der Globalisierung mit einer erheblichen Ausweitung der Produktvielfalt, in der Digitalisierung mit stark veränderten Prozessen und in stark veränderten Lebenszielen und Verhaltensweisen vor allem der jüngeren Generationen. Diese Veränderungen sind wohl kaum umkehrbar.

Parfümerie besonders Versandhandels- oder Onlineaffin!?

Der deutsche Parfümeriehandel wird von diesen Veränderungen möglicherweise besonders betroffen sein, weil mit dem hohen Grad der Standardisierung der Produkte (weltweite Marken), der versandfreundlichen Größe der Produkte und der hohen Rate an Wiederholungskäufen gerade diese Branche im Szenario als besonders „Versandhandels- oder Onlineaffin“ eingeschätzt werden kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Online-Handel stärker durchsetzt ist damit isoliert betrachtet sehr groß.

Stärken des stationären Fachgeschäfts…

Welche Handlungsalternativen kann der stationäre Handel dagegen setzen? Welche Chance hat er, wenn er sich weiterhin gegen den Online-Vertriebskanal zur Wehr setzen will? Wenn man sich die von den Auguren aufgezeichneten Trends anschaut, wird es in Zukunft aufwendiger werden, Kunden für den Besuch im stationären Fachgeschäft zu begeistern.

Natürlich hat der stationäre Vertrieb einige Vorteile, die der Online-Handel in dieser Form nicht bieten kann und die letztlich die Online-Händler auch dazu veranlassen, über eigene Showräume nachzudenken.

Leistungen und Menschen in den Vordergrund stellen…

Diese Vorteile muss der stationäre Handel stärker in den Vordergrund rücken. Zugleich muss er bei den Stärken des Online-Handels möglichst gleichziehen.
Die Leistungen, die der Online-Handel in der Form nicht wird bieten können, sind vor allem emotionaler Natur und hängen stark am Menschen (Kunde wie Mitarbeiter) und am Produkt, gelten aber häufig nur für den ersten Kauf.

Alle Sinne ansprechen…

Alle 5 Sinne ansprechen: Neben Augen und Ohren, über die der Online-Handel den Kunden ansprechen kann, sind dies:

  • Geruch
  • Geschmack
  • Gefühl
  • … aber auch
  • Vertrauen
  • Zwischenmenschliche Kommunikation
  • Inspiration
  • Zwischenmenschliche Beziehungen – zu Mitarbeitern wie zu anderen Kunden
  • Alles handwerkliche

Diese Nachteile versucht der Online-Handel durch Showräume oder durch (bezahlte?) Influencer auszugleichen.

Kundenbindung statt Preis-Marketing

Für den Wiederholungskauf, wenn dem Kunden das Produkt und seine Handhabung bekannt sind, kann der Kunde auf diese Aspekte weitgehend verzichten. Deswegen ist es von zentraler Bedeutung, sich durch entsprechende Kundenbindungsmaßnahmen selbst einen Anteil am Online-Handels-Kuchen zu sichern und das Thema offensiv anzugehen. Den stationären Laden als Basis nutzend, muss dabei, zumindest bei der überwiegenden Zahl der Kunden, keineswegs der Preis des reinen Online-Händlers erreicht werden.

Zusätzlich müssen aber betriebswirtschaftlich-organisatorische Anforderungen parallel erfüllt werden:

  1. Die Logistik muss so rationell wie möglich abgewickelt werden. Dabei kann man sich an den Prozessen des Online-Handels orientieren.
  2. Die Mitarbeiter müssen zu Moderatoren, Ideengebern, Influencern weitergebildet werden und wie diese vorgehen.
  3. An den Online-Geschäften, die die Kunden des stationären Handels tätigen, muss der stationäre Handel mit verdienen. Diesen Anspruch kann er als stationärer Händler aber nur erheben, wenn er aktiv zur Förderung der Nutzung des Vertriebskanales beigetragen hat, Stichwort: Aktive Kundenüberleitung. Hier müssen zuvor entsprechende Vereinbarungen mit den Partnern, die die Abwicklung übernehmen und mit den Kunden getroffen werden.
  4. Und weil man nicht weiß, in exakt welche Richtung und in welchem Tempo sich das alles entwickelt, müssen die stationären Läden so modular und flexible gestaltet werden, das eine sukzessive Umsetzung möglich wird. Das entspricht exakt der OBV-Ladenbauphilosophie vom „Bühnenbau“. Gerade im Bereich Ladenbau zeige der stationäre Händler, das sich sein Denken geändert hat, indem er z.B. aktiv auf den Online-Kauf und seine Vorteile hinweist.

Das komplette Zukunftsszenario Parfümerie 2039 ist bei der Parfümerietagung 2019 am 31. März und 01. April 2019 in Düsseldorf zu sehen. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter:
www.parfuemerietagung.de

[Text/Bilder: OBV Objektbau Bomers/parfuemerienachrichten]


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