Estée Lauder forciert Online-Strategie

Estée Lauder forciert Online-Strategie. Bis heute realisierte der amerikanische Kosmetikriese Lauder einen Großteil seiner Erlöse über den stationären Handel. Nach massiven Umsatzverlusten in der Corona-Krise soll sich das nun ändern berichtet des Börsen-Magazin Euro am Sonntag, Die Anleger scheint es zu freuen, aber es gibt auch kritische Stimmen.

Estée Lauder forciert Online-Strategie – Großteil der Erlöse stationär

Noch 2019 erzielte Estée Lauder nach eigenen Angaben rund 40 Prozent seiner Erlöse im stationären Handel, weitere 23 Prozent kamen aus dem Bereich Travel Retail an Bahnhöfen und Flughäfen hinzu. Im Rahmen der Pandemie brachen die Umsätze ein. Nun wollen die New Yorker die Online-Umsätze, die vorher schon etwa 15 Prozent der Gesamterlöse ausmachten noch stärker ausbauen als bisher geplant. Das gilt besonders für den amerikanischen Markt. Hier ist der Online-Anteil mit 29 Prozent schon heute besonders hoch.

Bestsellermarken werden häufig online bestellt

Euro am Sonntag zufolge werden bereits heute rund 75 Prozent der Werbeausgaben des Unternehmens in Online-Werbung investiert. Bei den Bestsellermarken des Konzerns wie Clinique, Bobbi Brown oder La Mer soll der Anteil der Kunden, die diese Produkte regelmäßig bestellen, bei über 50 Prozent liegen, so das Wirtschaftsmagazin weiter. Da die Angeben in Dollar erfolgen sollten sich die Zahlen ebenfalls auf den amerikanischen Markt beziehen.

Kosmetikberater sollen den Online-Einkauf begleiten

Dort sollen nun, der neuen Strategie folgend, zusätzlich geschulte Mitarbeiter aus den Geschäften und professionelle Kosmetikberater mit Online-Toutorials auf Sendung gehen und die Kunden zusätzlich beim Online-Einkauf begleiten. Das Unternehmen erwartet laut Finanzchefin Tracy Travis in den nächsten Jahre eine deutliche Verlagerung der Umsätze ins Internet.

Anleger positiv – Handel skeptisch

Die Anleger an den Börsen honorieren die neue Strategie mit steigenden Aktienkursen. Der Handel sieht den Strategie-Wechsel erwartungsgemäß skeptisch. So vermelden deutsche Branchenexperten Zweifel daran, ob die vermeldeten Rückgänge tatsächlich ausschließlich auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sind. Deutsche Geschäftspartner des Konzerns sehen auch strukturelle und organisatorische Probleme: „Der deutsche Vertrieb wird seit Jahren in erster Linie durch Praktikanten aufrecht erhalten. Eine klare Linie ist kaum zu erkennen.“ kommentiert ein deutscher Lauder-Depositär seine Sicht der Dinge. Das habe auch Einfluss auf den Abverkauf der Marken des Unternehmens, so der Händler weiter.

[Text: parfuemerienachrichten/Bild: Estée Lauder]


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