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Werbemarkt verzeichnet im Q3/2017 ein Plus von 1,1 Prozent

Werbemarkt verzeichnet im Q3/2017 ein Plus von 1,1 Prozent – Der deutsche Werbemarkt hat sich auch im 3. Quartal des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum positiv entwickelt. Der Gesamtmarkt wächst um +1,1 Prozent bei Bruttowerbeausgaben in Höhe von 21,7 Milliarden Euro. Das zeigt die aktuelle Bilanz zum Bruttowerbemarkt von Nielsen.

Mobile-Werbung am stärksten wachsende Mediengruppe

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Mit einem Wachstum von 33,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Mobile-Werbung im 3. Quartal des Jahres abermals die am stärksten wachsende Mediengruppe. Die Werbeausgaben auf den mobilen Endgeräten belaufen sich im 3. Quartal auf mittlerweile 0,424 Milliarden Euro. Das zweitstärkste Wachstum verzeichnet die Kino-Werbung mit einem Wachstum von 19,9 Prozent.

Online leicht rückläufig – Fernsehen bleibt Leitmedium

Die Werbeinvestitionen in der Mediengruppe Internet in Höhe von 2,0 Milliarden Euro sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht rückläufig, was ein Minus von 2,0 Prozent bedeutet. Mit 10,1 Milliarden Euro Werbeausgaben und einem Plus von knapp 0,3 Prozent bleibt die Mediengruppe Fernsehen auch in diesem Quartal das Leitmedium der deutschen Werbungtreibenden. In Radiowerbung wurden 1,3 Milliarden Euro investiert, sodass die Mediengruppe gegenüber dem 3. Quartal 2016 ein Wachstum von 3,8 Prozent verbuchen kann. Auch die Werbung in den Out-Of-Home-Medien (1,5 Milliarden Euro) weist ein Wachstum von 7,1 Prozent aus.

Werbeinvestitionen: Minus für Print

Die Printmedien müssen im 3. Quartal 2017 leichte Verluste (-0,3 Prozent) hinnehmen. Während die Werbeinvestitionen in Zeitungen (3,5 Milliarden Euro; +0,6 Prozent) wachsen, verzeichnen die Publikumszeitschriften (2,4 Milliarden Euro; -1,3 Prozent) und Fachzeitschriften (0,292 Milliarden Euro; -2,8 Prozent) im 3. Quartal 2017 einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Autos, Online-Handel, Lebensmittel und Medizin

Mit einem Wachstum von 0,6 Prozent kann die Automobilbranche (Produktgruppe PKW) bei einem Werbeaufkommen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro ihren Platz als zweitstärkste Branche hinter dem Online-Handel verteidigen. Als weitere Top-Branchen des 3. Quartals 2017 positionieren sich mit einem positiven, zweistelligen Wachstum die Produktgruppen Lebensmitteleinzelhandel (1,0 Milliarden Euro; +30,9 Prozent) und Arzneimittel (0,882 Milliarden Euro; +16,3 Prozent).

Der deutsche E-Commerce Werbemarkt entwickelt sich auch im dritten Quartal 2017 weiterhin stabil bis positiv und erreicht mit 2,7 Milliarden Euro Bruttowerbeausgaben einen neuen Rekordwert für die ersten 9 Monate eines Jahres. „Es ist zu erwarten, dass im Jahr 2017 die Bruttowerbeausgaben für E-Commerce erstmalig 4 Milliarden Euro übertreffen werden“, vermutet Dirk Reinbothe, Director Marketing Effectiveness bei Nielsen in Deutschland.

Reisebranche werbestärkste Kraft im E-Commerce

Die Reisebranche bleibt weiterhin werbestärkste Kraft im E-Commerce Bereich und ist mit 440 Millionen Euro im Q3 2017 für 16 Prozent der Bruttowerbeausgaben verantwortlich. Mit deutlichem Abstand folgen auf Platz zwei und drei die Kategorien „General Retail“ mit 232 Millionen Euro und „Entertainment & Media“ mit 228 Millionen Euro Bruttowerbeausgaben. „Das höchste Wachstum aller Kategorien entfiel auf die Kategorie „E-Gambling“ mit 188 Millionen Euro Bruttowerbeausgaben. Der Werbedruck hat sich im Vergleich zu 2016 um +76 Prozent erhöht“, weiß Dirk Reinbothe.

Werbemarkt verzeichnet im Q3/2017 ein Plus – Fernsehen bleibt wichtigste Kraft…

Das wichtigste Medium für die Branche bleibt weiterhin das Fernsehen (70 Prozent), gefolgt von Internet (10 Prozent) und Print (10 Prozent).

Anmerkung: Die von Nielsen erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck wieder, den die Werbetreibenden für ihre Produkte und Services beim Konsumenten entfachen. Aus den Bruttowerbedaten lässt sich detailliert ablesen, welche Mediastrategie die Werbetreibenden verfolgen. Der Bruttowerbemarkt erhebt keinen Anspruch, die individuellen monetären Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern widerzuspiegeln, deren Konditionen naturgemäß von der Marktposition des Werbetreibenden bzw. der Agentur sowie der allgemeinen Nachfrage am Werbemarkt bestimmt wird. Diese individuellen Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern werden auch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Erläuterung:

Basis der bereinigten Vorjahreswerte bilden alle Werbeträger inklusive der natürlichen Abgänge/Einstellungen oder Launches auf dem Medienmarkt. Aktive Titel-Aufnahmen durch Nielsen bei bestehenden Werbeträgern sowie aktive Einstellungen der werbestatistischen Erfassung bei Weiterbestehen der Werbeträger auf dem Markt werden aus dem bereinigten Trend ausgeschlossen. Die E-Commerce Systematik ist eine separate Kategorisierung aller Online-Angebote. Dazu gehören nicht nur klassische Online-Shops, sondern jegliche kostenpflichtige Dienstleistungen im Internet.

[Text/Bild: Nielsen]

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